Rezensionen (Einzelpublikationen):

Die Rezensionen wurden verkürzt aber unverfälscht den Literaturzeitschriften, Informationsblättern, Tageszeitungen, Online-Foren und Leserzuschriften entnommen. Rezensenten waren u.a.: Karl-Heinz Schreiber, Hartmut T. Reliwette, Sabine Bovenkerk-Müller, Dagmar Deckstein, Alois Dräger, Katja Egli, Jörg-rüdiger Groeger, Daniela Hollrotter, Antje Ippensen, Markus Kastenholz, Constanze von Kolck, Doris Krestan, Daniela Laag, Renate Meier, Michael Mittelbach, Torsten Rybka, Bernhard Schewe, Thomas Stemmer, Uwe Vöhl, Bettina Witte ...



Anthologie-
Rezensionen



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Unheimliche Geschichten!

ISBN 3-935327-19-6
10 Euro
 
ABSURD
Unheimliche Geschichten von Stefan Melneczuk
ISBN 3-935327-19-6 - 10,00 Euro


WZ über die Lesung 28.03.2003
in der Kulturscheune Schee von Jan Drees:

"Herberge der Alpträume: ... Wenn es Mitternacht wird, erwachen in Melneczuk schriftstellerische Blüten und Knospen bis zum Morgengrauen in fürchtenswerte Gruselgeschichten. 'Meine erste Lesung seit fünf Jahren', gestand er vorab. Nervosität schwang in den Worten mit, doch sie war unbegründet. Melneczuk hatte seine sorgsam gewählten Worte im Griff, und das dunkle Gebälk schien während der Lesung noch tiefer zu hängen. In den Geschichten werden Menschen mit unheimlichen Ängsten belegt ... selten hat man dies so eindringlich wie bei M. gehört. Er kann Stimmungen durch Anspielungen hervorrufen, entwickelt einen Sog aufgrund assoziativer Ranken -- Wassertropfen auf Kettengliedern eines armseligen Gefangenen: Durch Lektüre des Horror-Altmeisters Edgar Allen Poe erschließt sich Melneczuks Prosa. Er präsentierte den zahlreich erschienenen Besuchern Düsteres ... nur "Sklavin 34" besaß einen ironisch anderen Ton ... Melneczuk griff das Thema des Underground-Poeten Charles Bukowski wieder auf und verwandelte es in ein absurdes Kurzstück über den Verfall erotischer Werte. ... Seine anfängliche Nervosität hatte sich schnell gelegt, der Applaus war verdient ..."

WAZ vom 02.08.2002 (Kurzfassung):
"... Mit seinem dritten Buch ABSURD hat sich Melneczuk als Autor etabliert ... ABSURD erzeugt Gänsehaut ... Auf 136 spannenden Seiten erzählt der in Hattingen geborene Autor sieben Kurzgeschichten ... einfach unheimlich!"

Rezension im SUXX-E-ZIN 6/2002:
DÜSTER - melancholisch - phantastisch - GENIAL
Obwohl es schon obligatorisch sein mag, sich detailliert und (oftmals) ellenlang über Buchkapitel oder die eine und andere Story auszulassen bzw. den Inhalt über Gebühr noch mal durchzukauen, werde ich den Teufel tun!

ABSURD ist mir UNHEIMLICH. Bei den sieben Geschichten von Stefan Melneczuk gibt es kaum was zu meckern! Der Autor spielt zuweilen mit der Vorstellungskraft des Lesers. Vermutete Happy- und Endings kann man sich getrost abschminken. GLAS - TRÄUMER - VERFOLGT - DURST - HARDSONS LETZTER SONG - HUNGER und KANAL 38 sind flott, spannend und unterhaltend geschrieben - Gänsehautfaktor inklusive. Es dürfte schwer fallen, dieses Buch unausgelesen beiseite zu legen. Mehr davon!
(L.K.)


Das Magazin COOLIBRI schreibt im August 2002 über ABSURD von Stefan Melneczuk:

"Ob er sich aufs Gruselige festgelegt hat, weil er in dunkler Halloween-Nacht das Licht der Welt erblickte, wissen wir nicht. Sicher ist, daß Stefan Melneczuk bereits mit 14 anfing Kurzgeschichten zu verfassen und bereits in seiner Jugend Romanerfolge feierte. Der "Schrecken, der sich im Kopf abspielt" hat es ihm angetan. In seinem neuesten Werk "Absurd" versammelt der 31-Jährige diesem Motto folgend sieben unheimliche Geschichten der Gattung "HORROR MIT ANSPRUCH"

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Schauriger Roman!

ISBN 3-935327-15-3
10 Euro
 
Der Teufel von Arkham
Roman von Stephan Peters
ISBN 3-935327-15-3 - 10,00 Euro


Auszüge vom 9. Juli 2002
aus der Neuß-Grevenbroicher Zeitung:

"Nur damit wir uns nicht falsch verstehen: Wir sind weit davon entfernt, einen schönen Abend miteinander zu verbringen. Wenn Sie nach der Vorstellung sagen, es war das Entsetzlichste, was Sie jemals gesehen haben, haben wir unser Ziel erreicht.“ Mit diesen Worten begrüßten (...) Stephan Peters, Dirk Thoms und Michael Strawinski das Publikum am Freitag, 5. Juli 2002 in der mit 199 Plätzen ausverkauften Knechtstedener Theaterscheune. (...) Immer wechselnden Aktionen auf der Bühne, Lesungen und Liedern schockierten ... machten wütend, rüttelten aber gleichzeitig immer auch auf und gaben Grund zum Nachdenken. (...) Das Ziel, die entsetzlichste Vorstellung überhaupt zu schaffen, haben die drei Künstler deutlich verfehlt: Vielmehr überzeugte die Veranstaltung gerade wegen ihrer Außergewöhnlichkeit und ihrem aufrüttelndem Charakter, der nie deutlich ausgesprochen wurde. Wer den "Wahnsinn“ miterleben möchte, und nicht allzu schwache Nerven hat, kann dies am 9. August tun. Dann wird das Programm erneut beim Theatersommer gezeigt.
(damü)


Rezension von Uwe Vöhl:
Stephan Peters erster Roman ist ein Potpourri aus schundigen B-Filmen, Lovecraft-Zitaten und 60er-Jahren Songtiteln. Wie es sich für einen Horror-Roman gehört, riecht das Ganze recht modrig. Also eigentlich ein Odem, das dem Horrorsfreak die Lektüre erst so richtig behaglich macht. Stephan Peters arbeitet in seinem ersten Roman fast ausschließlich mit den Mitteln der Collage. So entsteht ein buntes, niemals langweiliges, jedoch - dies sei eingeschränkt - auch niemals wirklich originäres, einheitliches Bild. Die meisten der kurzen, höchstens drei, vier Seiten langen Kapitel tragen Überschriften wie Penny Lane oder Sympathy for The Devil. Das Collagenhafte daran ist, dass diese Titel - im besten Falle - zwar Assoziationen auslösen, jedoch bei jedem Leser höchstwahrscheinlich recht unterschiedliche. Die Assoziationen des Autors wiederum sind eher selten zu erahnen. Die Titel wirken zudem zufällig bis völlig unpassend: Beispielsweise spielt in dem Nights in White Satin bezeichneten Kapitel nicht der Moody Blues-Klassiker, sondern der Led Zeppelin-Song Whole Lotta Love die entscheidende - und wirklich für den Leser nervenaufreibende - Rolle. "Am Ende des Songs platzte Rachels Unterleib auf" ist dagegen so ein Beispiel für Peters brutalen, kargen, drastischen Stil, der ganz im Gegensatz zu den Passagen steht, in denen der Autor wie kaum ein anderer mit nur wenigen Pinselstrichen mit gnadenloser Begabung Passagen voller Atmosphäre und - auch zwischenmenschlicher - Poesie und Zärtlichkeit beschreibt. Echte Begeisterung konnte sich bei der Lektüre bei mir trotzdem nicht einstellen. Der Teufel von Arkham bleibt jedoch als eigenartig eindringliche Collage im Gedächtnis haften. Auf jeden Fall ist Stephan Peters einer der wenigen ernsthaften deutschen Horrorautoren, auf deren nächste Veröffentlichungen ich sehr gespannt bin.

PS: Wer den Autor von einer ganz anderen - beinahe zärtlichen - Seite kennen lernen will, dem sei unbedingt seine Story Heiligabend mit Cher empfohlen (Titelstory der gleichnamigen, ebenfalls im ViPriV-Verlag erschienenen Anthologie).

Rezension von Torsten Rybka:
Cover und Titel deuten bereits an, dass man es hier mit der "bösen Seite" zu tun hat. Die ganze Geschichte ist gut durchdacht. Das ganze Geschehen und das Umfeld ist düster und schockierend. Stephan Peters versteht sein Handwerk, treibt den Leser innerhalb der Story teils brutal, teil blutig immer weiter hinein in diese Stadt Arkham. Die Hauptdarsteller sind sehr gut charakterisiert. Einzigstes Manko ist die etwas verwirrende zeitliche Abfolge zu Beginn des Romans. Insgesamt ein sehr gelungenes Buch. Das Ende überrascht völlig. Dieses Buch ist ein Muss für jeden Horrorfan!

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neuer Schutzumschlag

ISBN 3-935327-11-0


Buchcover unterm Schutzumschlag
 
Dämonium
Kurzgeschichten von Markus Kastenholz
ISBN 3-935327-11-0.

Nicht mehr lieferbar.

Rezensionen von Alfred Bekker:
"Lieben Sie auch die Nacht?" so fragt der Klappentext des sehr geschmackvoll aufgemachten Bandes aus dem VirPriV-Verlag. "Wegen der Ruhe, ihrer Stille, ihrem Charme und ihrer Eleganz? Sie ist viel mehr als nur die Zeit, in der die Sonne nicht scheint. Genießen Sie es auch, wenn sie ihren samtdunklen Mantel über das Land legt? Doch Vorsicht! Sie birgt auch Gefahren! Bestien in Menschengestalt und Menschen in Bestiengestalt. Geschöpfe, die es tagsüber nicht wagen, ihre düsteren Verstecke zu verlassen und die Nacht zu ihrem Jagdrevier machen. Von einigen dieser Kreaturen berichtet dieses Buch..." Neun Erzählungen enthält dieses Buch von Markus Kastenholz. Sie handeln durchweg von diesen Schattenseiten. Nachtkreaturen ganz unterschiedlicher Art treten in ihnen auf. Mal ist es übernatürlicher Horror, den uns der Autor serviert, mal kommt das Grauen aus der Psyche der Protagonisten. Kastenholz gelingen durchweg gute Charakterisierungen, etwa in der im Porno-Milieu spielenden Story ...UND ACTION!. Gleichermaßen packend und skurril ist die Geschichte mit dem eher konventionellen Titel DUNKLE SCHATTEN. Ein Möchtegern-Schriftsteller, der sein erstes Buch in einem Mini-Verlag veröffentlicht hat, gleitet in die Welt der Fantasie hinüber, wird von seinen selbstgeschaffenen Monstern gejagt. Eine Story voller Anspielungen. Kastenholz vermag packend zu erzählen. Seine Sammlung kann jedem an Phantastik und Horror interessiertem Leser nur empfohlen werden. In nächster Zeit wird man von diesem Autor sicher noch mehr hören. So sind unter anderem eine Trilogie von SF-Romanen für die neue Sirius-Reihe des Mohlberg-Verlags und ein Paperback zur Horror-Serie MURPHY unter dem Titel MURPHY UND DIE SCHWADRON DES TODES in Vorbereitung. Außerdem knüpfte er an seine früheren Fan-Aktivitäten an und brachte inzwischen die erste Nummer des sehr ansehnlichen Fanzines NOCTURNO heraus. Kastenholz hat mit dem vorliegenden Buch DÄMONIUM eine Sammlung beeindruckender Talentproben abgeliefert, die hoffentlich nur der Anfang einer anhaltenden Aktivitätsphase dieses Schriftstellers sind. Kaufen!

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Gedankensplitter

ISBN 3-935327-12-9
 
Mittendrin ist nicht genug
Gedankensplitter von Jens Neuling
mit Illustrationen von Michael Blümel
ISBN 3-935327-12-9

Nicht mehr lieferbar.

Rezension von Tobias Bachmann:
Jens Neuling, Herausgeber der Literaturzeitschrift "Maskenball", legt mit seinem kleinen Bändchen "Mittendrin ist nicht genug" ein Buch vor, das es in sich hat. Als "Gedankensplitter" bezeichnet der Autor die darin enthaltenen Gedichte, Aphorismen, kurze Parabeln, und prosaische Essays. Gewürzt werden diese mit faszinierenden Illustrationen des Zeichners Michael Blümel. Die äußere Form des Werkes deckt somit auf jeden Fall die Zufriedenheit des Lesers, die Texte wurden dem Inhalt entsprechend arrangiert - Schriftgröße, Bundausrichtung, Absätze ...

In seinen kurzen Texten gelingt Jens Neuling eine skurrile Mischung aus satirischem Humor, der bei genauerem Hinsehen eine ernsthafte Wahrheit enthält, die den Leser dazu nötigt, nachzudenken, sich mit den Texten und der eigenen Geschichte auseinander zusetzen. Manchmal grinst man, manchmal wird man verstört zurückgelassen, klappt das Buch zu, sieht aus dem Fenster, erinnert sich an Situationen, die bereits vergessen waren, und damit hat der Autor bereits gewonnen. Neuling will den Leser wachrütteln, möchte ihn aus der stumpfsinnigen Lethargie des Vorsichhinlebens wachrütteln, ihn anbrüllen mit einem: Schau dich doch mal um! Alles könnte so einfach sein - warum machst du es dir selbst so schwer?!

Die Texte provozieren ... oder legen die Gefühle des Autors selbst offen dar. In "Paradies? Es ruft" werden die religiösen Paradiese der Menschheit, den weltlichen, wie Karriere, Geld oder dem ich-muss-mir-selbst-was-beweisen-Paradiesen gegenübergestellt, mit der Aufforderung, diese selbstauferlegten Verpflichtungen doch einmal sein zu lassen ... mit dem Hintergedanken, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: dem Leben. Ein beliebtes Thema in den Gedankensplittern ist die Widersprüchlichkeit, die Gedanken oft haben können. "Der Widerspruch im Gegensatz ist schizophren", weiß Neuling, was in den Splittern "Gelebter Lebens-Widerspruch", "Parallelen", "Schritte" oder einige der zahlreichen ohne Titel zum Ausdruck kommt. Politische Ansätze, wie in "Frage?", dem Kurztext "Straßen-Kehrer" oder die unerfüllten Erwartungen in "Geliebtes Land", wobei das Vaterland gemeint ist, das der Autor im "falschen Licht" sieht, erreichen ihren Höhepunkt in "meine Definition": "Menschlichkeit und Menschenrecht / verdienen ihren Namen erst, / wenn sie nicht mehr im Namen der 'Moral' / Menschen von Menschen trennen und Zäune ziehen."

Auf diese Weise spricht Neuling mehrfach dem politisch Verdrossenen von der Seele, ... dem es einfach nur schwer fällt einen Sinn in der Sinnlosigkeit der geheuchelten Regierungen zu sehen, die sich nicht wirklich um den Menschen sondern stets nur um ihren eigenen Machterhalt kümmern. Ebenso oft ... zeigt er auch Gefühle. Viele Gedichte scheinen Liebesbeweise an bestimmte Menschen zu sein, so auch bei "Ich sehe in dir", was mich besonders angesprochen hat, da auch ich einen geliebten Menschen habe, auf den Neulings Gedankensplitter zutrifft: "Ich weiß nicht ob ein Vogel, / nur weil er fliegen kann, / sich freier fühlt als Du." Gleichwohl aber auch das persönliche Wachrütteln bestimmter Menschen, die ein jeder von uns in seinem Bekanntenkreis findet, "Wir werfen sie über Bord!", wo es heißt "Die Antidepressivapille sieht aus wie eine Vitamintablette". Bestenfalls sind wir selbst diese Sorte Mensch. Wer an selbstzerstörerischen Depressionen leidet, sollte Neuling lesen. ... Die "Plage des Menschen" wird einem vor Augen geführt, und in "Drang" wird einem wieder klar, das es die beste Möglichkeit zu überleben ist, sein Leben auf das Leben selbst zu beschränken. Dabei ist Jens Neulings Sprache stets unbekümmert. Er spricht deutlich aus, was ... manche im Geheimen oft denken ... Dabei möchte er nicht belehren. Neuling zeigt nur, was ihm auffällt. Wer tiefschürfende Poesie sucht, ist hier jedoch an der falschen Adresse. Seine Gedichte reimen sich nicht, was gut ist, denn Reime würden nur den Sinn verschleiern.

"Mittendrin ist nicht genug" sei jedem ans Herz gelegt, der liebt, der flucht, der hasst, der glaubt - kurz: jedem der denkt, mittendrin zu sein.

Rezension von Jörg-rüdiger Groeger, 29553 Eitzen:
Mittendrin ist nicht genug, die Gedankensplitter von Jens Neuling, sind wie Worte die auf Gedanken-Wellen surfen; seine Sätze, zumeist kurz, manchmal harte Mitteilungen, gleichen dem Auftritt eines Slampoeten, der sein Publikum mitreißt zum Worte-Surfen; Gedanken von verwirrend beim ersten Lesen, über "Weisheiten" die dem richtigen Leben entspringen, bis hin zum gefühlvollen Streicheln der Silben; um mit der nächsten Wort-Welle in die Tiefen der Seelen zu stürzen. Jens Neuling ist erfrischend provozierend, eben einer der "jungen Wilden", die den Mut haben, alte Schreibweisen zu überfliegen.

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Inselroman

ISBN 3-935327-10-2
9,20 Euro
 
Lisa auf Karpathos
Inselroman von Uta Brunnhuber
ISBN 3-935327-10-2 - 9,20 Euro


Von Dr. Richard Exner, Literaturprofessor (Auszug):
"... Ein schönes Doppel, -ja dreisträhniges (autobiographisches) Buch, erzählend und essayhaft manches: Die Evokation der Insel, die Ankunft (superb), das Zusammenführen von Vergangenheit (die vielleicht etwas zu früh einsetzt) und Gegenwart, die kleine Liebesgeschichte - überhaupt die Figuren, besonders Kalli, sind sehr gut gezeichnet - ist sehr fein ausgeführt. Manches etwas gedrängter vielleicht noch stärker gewesen. Man kennt mein ewiges Genörgel mit "etwas einkochen lassen", aber in der Epik wills ja doch etwas ausführlicher gesagt sein ..."

Von Hanne Wickop, Schriftstellerin und Malerin:
"Erinnerung Leben Erwandern. Der Duft von Thymian, Oregano und Rosmarin. Das Rot des Granatapfels für das jetzt, für die Liebe. Als Wegzehrung frische Feigen vom Baum. Getrocknete Apfelschnitze für den Winter und der Duft von Heu in der bayerichen Heimat. Die bäuerlichen Heiligen der Kindheit, das Dorf, in den Lisa nach der Flucht, der vertreibung aus Böhmen aufgenommen und heimisch wurde und dagegen wieder die kleinen Kuppel-Kirchen, die wie weiße Deuer über dem Moor im kalten griechischen Licht stehen. Immer wieder verschmelzen Jetzt und Damals. Der ruhige Atem des schlafenden Chris neben ihr. Das Miteinander-Erwachen, die ungewohnte Nähe. Leicht nehmen das Glück, diese kurze Spanne Zeit, die jetzt schon Erinnerung wird. Ein kleines Buch, nicht mehr aus der Hand zu legen - bis die letzten Zeilen gelesen sind."

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Gedichte

ISBN 3-9806292-8-7
6,65 Euro
 
Bohemian Confessions - Die Beichte eines Freidenkers
Lyrik von Hans-W. Heinrich
mit Illustrationen von T. Theinhard
ISBN 3-9806292-8-7 - 6,65 Euro


Rezension von Thomas Stemmer:
Vom ersten Augenblick an war ich von Hans-Walter Heinrichs kleiner Lyriksammlung "Bohemien Confessionst" überrascht. Zunächst war da die außergewöhnlich schöne Aufmachung des Buches. Keines jener Werke im angenäherten A5- Format (was immer etwas nachlässig wirkt), sondern sehr handlich und kompakt liegt es neben der Schreibmaschine. Es könnte, so denke ich mir sogleich, eine Freude werden, darüber etwas zu schreiben. Das erste Blättern enthüllt sorgsame, feine Illustrationen, die die Gedichte begleiten und der hellblau-silbergraue Umschlag vermittelt Spannung. Noch ist in keinster Weise klar, welcher Art die Gedichte von Hans-Walter Heinrich sein wurden. Doch zuerst lege ich das Buch auf sein "Gesicht" und betrachte die Rückseite. Ein Bild des Autors, düster hinter einer Schreibmaschine kauernd sowie einige Worte zu seiner Person. Da steht: "Obwohl er bereits als barfüßiger kleiner Junge in der Kneipe seines Vaters stundenlang den Männern beim Zocken zusah..." Das klingt verflucht gut. Doch noch kann ich mir nicht erklären, woher die Faszination kommt. Ich beginne also zu lesen.
Der Eindruck einer Faszination, die von diesen Gedichten ausgeht, bleibt rätselhaft.
.Ich sage mir also "verdammt gut geschrieben", doch könnte ich nicht erklären, wieso ich das finde. Zumal die Verse tatsächlich sehr oft im a-b-c-b-Schema gereimt auf dem Papier erscheinen und das ist in den meisten Fällen heutzutage keine gute Idee mehr ... Darüber hinaus verstecken sich Worte in den Gedichten, die eher unpoetisch-hölzern klingen, wie "Selbstverwirklichung" (S.22) oder "Ozonloch" (S.19) oder "Potential" (S.40) oder ... Ich lese also weiter. Und der erst einmal gewonnene Eindruck einer Faszination trotz aller Sonderbarkeiten verfestigt sich. Ich sage mir nun: Warum auch immer, die Worte von Hans-Walter Heinrich treffen ins Schwarze, berühren den Leser unerwartet. Und das ist die Stärke dieser Gedichte. Zum Beispiel so: "Der Dampf/aus unseren Tassen/steigt in die Atmosphäre des Caf&s/wie unsere Gedanken (im Gespräch)/in Gefielde aufsteigen-/die ich nie wieder verlassen möchte." (S.I6) "Ich hab die Prüfung nie bestanden/für einen Heiligenschein/Ich hab zu viel geflirtet/und trank verbotnen Wein." (S.66)
"So weine deine Tränen/doch an ’ne andre Brust/Wenn ich ihn wirklich brauche/hol ich mir selbst den Frust." (S.84)
Nach einiger Zeit und Lektüre sowie Re-Lektüre und Re-Re-Lektüre fällt mir auf, daß die Bilder, die sich einstellen, von den Wort-Bildern verschieden sind. Mit anderen Worten: das Lesen ermöglicht den Sprung in eine andere Vorstellungswelt. Diese Verse zu lesen, bedeutet nicht, ihren Worten zu folgen, sondern sich von ihnen wegzustoßen und dabei ein jedes Mal gut und sehr, sehr interessant zu landen. Wie Hans-Walter Heinrich das geschafft hat, ist allerdings ein Geheimnis. Doch sagte nicht schon Nietzsche, die Weisheit setze dem Wissen Grenzen, und gleich danach, er wolle einige Dinge "definitiv" nicht wissen ...? Weder Auto; noch Leser müssen wissen, wie es geschieht, aber auf eigentümliche Weise katapultieren diese Gedichte in erstaunliche Bereiche. Und das mit Gedichten, die auf den ersten Blick schlicht erscheinen. Direkt und ohne Umschweife.
Ein freies, ungezwungenes Lächeln bleibt zurück. Sehr gut! That’s it.

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Geschichten

ISBN 3-9806292-5-2
9,70 Euro
 
Terry - und andere erotisch-morbide Stories
aus dem Leichenhaus
von Stephan Peters
ISBN 3-9806292-5-2 - 9,70 Euro


Peters schreibt witzig, erotisch, brutal. Die Stories sind voller metapher aus Film- und Musikszenen ... klaustrophobische Zitatensammlungen, die mit Sicherheit an die Nerven geht bei z. B. "Schöner Wohnen", skurril-erotische Erheiterungsstory bei "Lycias Leben" ... diese Stories lassen niemanden kalt ...Zuhörer seiner Lesungen flüchten sich zumeist in ein befreites Lachen angesichts des schwarzen Humors der Texte ... Stephen King hat mir schon lange nicht mehr so viel Lesevergnügen bereitet wie Stephan Peters' "TERRY"-Stories ... teuflisch das edle Vierfarbcover, teuflich geht es in den sechzehn geschichten im Buch weiter ... Peters schreibt schnörkellos, kommt zur sache, und langweilt seine Leser nicht ... seine Schreibe ist oft morbid und bösartig -- in bester Lovecraft'scher Tradition -- hin und wieder sogar humorvoll, bis er einem erbarmungslos die Axt ins Kreuz rammt ... man ist durch den Wortwitz, die Ironie, den Sarkasmus immer wieder aufs neue fasziniert ... Langeweile kommt hiernicht auf, man hat niemals den schalen Eindruck, die Stories bereits zigmal von anderen Autoren gelesen zu haben ... stilistisch merkt man: hier war kein Greenhorn am Werk, der zweifache Literaturpreisträger versteht sein handwerk ... ZUGREIFEN, und einige vergnüglich-schauerliche Stunden verbringen ... auch ein idealer Morgen-Muntermacher, da braucht man garantiert keinen Kaffee.

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Lyrik

ISBN 3-9806292-3-6
9,70 Euro
 
Schattenland und Morgenröte
Lyrik von BeBe*Brigitte Breidenbach
ISBN 3-9806292-3-6 - 9,70 Euro


"... folgen wir der schöpferischen Stimme einer begabten Dichterin. Die Gedichte sprechen für sich selbst und alles, was zu tun wäre, ist zuhören. Oder lesen. Oder beides ... meistens ist nach drei Gedichten klar, wohin die Reise geht, aber nicht in diesem Lyrikband, wo sich hinter jeder Lese-Wegstrecke eine neue, unerwartete Kurve verbirgt ... mit äußerst aufmerksamen Sinnen werden Eindrücke und Erlebnisse eingefangen, alles wird greifbar und lebendig ... die LeserInnen werden zu einem literarischen Spaziergang durch die vielschichtige, grausame, unterhaltsame und verträumte Wirklichkeit des Lebens eingeladen ... feingewebte Wortkreationen, eine Spiegelwelt, ein literarisches Spinnennetz, das uns mit einer ausgefeilten Metaphorik durch den ganzen Lyrikband zieht ... BeBe verbleibt mit ihren Gedichten nicht im Hadern, sie bekennt und macht Mut, neue, andere Wege zu gehen ... gelungene, kontrastreiche und doch schlüssige Zusammenstellung der Gedichte ... die Dichterin hat sich den unbestechlichen Blick des Kindes bewahrt, aber ihre Stimme und ihr Verstand sind erwachsen ... ich habe so viel Neues entdeckt, dass ich ganz verzaubert war ... eine sensible Autorin, die ebenso Zweifel an der eigenen Person und Verzweiflung über zwischenmenschliches Unverständnis zum Ausdruck bringt ... Phantasie schafft neue Wirklichkeiten ... die Lyrikerin zeichnet Bilder von größter Sensivität und Zartheit ...

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Roman

ISBN 3-9806292-1-X

 
Schlangen im Jahr des Drachen
Roman von M. Wunderlich
ISBN 3-9806292-1-X.

Nicht mehr lieferbar.

Rezension von diefavoritin@aol.com
aus Frankfurt/M. Dezember 2000
Ein versteckter "Bestseller"
Schlangen im Jahr des Drachen von Monika Wunderlich
Eigentlich wurde in den Rezensionen ja schon alles gesagt, trotzdem kann ich es mir nicht verkneifen, der Autorin an dieser Stelle mein Lob auszusprechen. Ein faszinierender Roman, den ich mir gut als Drehbuchvorlage vorstellen kann..... !!! Wer diesem Buch fernbleibt, ist selber schuld, denn M. Wunderlich hat es geschafft, eine Geschichte zu verfassen, die keinem Thriller nachsteht...., man kann nicht mehr aufhören zu lesen und wird mit keiner Seite enttäuscht. Sehr gut recherchiert und verständnisvoll in Szene gesetzt. Ich bin begeistert... Dieses Buch gehört auf die Bestsellerliste !!!

Rezension im Twilightmag (früher Tumor)
Heiko Henning Februar 2002 www.twilightmag.de/Buecher

Marja ist im Jahr des Tigers - 2010 - in München geboren, und erweist sich schon früh als herausragend in dem mittlerweile recht klassenorientierten System. Durch ihre besonderen schulischen Leistungen darf sie mit auf eine Regierungsreise nach China, auf der es zu unvorhergesehenen Komplikationen kommt. Die Politiker werden überfallen und getötet - nur Marja und ihre Freundin können entkommen, doch auch diese kommt kurz nach dem Vorfall ums Leben. Die siebzehnjährige muß fortan in einem fremden Land, mit fremder Sprache und fremden Sitten versuchen zu überleben. Marja wird in einer Gemeinschaft - mehr oder weniger gegen ihren Willen - integriert und muß einen rabiaten Mann ehelichen. Im Stillen hofft sie immer noch darauf, daß ihr eine Flucht in ihre Heimat gelingt, doch auch in der Fremde finden sich Freunde und sogar eine Liebe, die ihr in so mancher schweren Stunde helfen wird... Mit viel Feingefühl schildert Monika Wunderlich das faszinierende Leben der jungen Münchnerin, die im Laufe der Geschichte zur Frau reift. Die phantastischen Elemente fließen wie selbstverständlich in das Geschehen ein und fallen an keiner Stelle unglaubwürdig auf. Die Zukunftsvision wirkt realistisch und doch bietet sie eine ganz eigene Sicht der Dinge, die den Leser teilweise erstaunen. Keine abgehobene Science Fiction oder blumige Fantasy werden hier benutzt, sondern vielmehr eine Weiterentwicklung der momentanen Geschichte, die konsequent in eine Richtung weitergedacht wird. Dabei gibt es reale Bezüge, die nach dem Schreiben des Buches geschehen sind, jedoch von der Autorin in gewisser Weise vorausgesehen wurden, was ihr gutes Gespür für die Zukunft deutlich zeigt. Außerdem versteht sie es sehr gut, an die Figuren zu fesseln, so daß sie richtiggehend liebgewonnen werden. Das macht es auch außerordentlich effektiv, wenn es darum geht, diese auf einen steinigen Weg zu führen, den der Leser mit ihnen beschreitet. Es gibt auch noch einige sozialkritische Momente, die jedoch nicht wirklich konsequent durchdacht und ausgeführt sind. Doch auch so wird sehr gute Unterhaltung geboten, die fesselt, wie es sonst auf dem deutschen Markt kaum der Fall ist. Die Aufmachung des im eigenen VirPriV Verlag herausgebrachten Buches wirkt leider etwas altbacken und wenig herausragend. Im Bücherregal wirkt es eher unscheinbar - was sicherlich auch bei einem eventuellen Verkauf in einer Buchhandlung nicht von Vorteil ist. Es wäre der Autorin vergönnt, wenn sie in Zukunft ihre Werke bei einem Verlag unterbringen könnte, der sie gebührend veröffentlicht. Prädikat: Lesenswerte Phantastik mit realen Bezügen - eine Liebesgeschichte mit aller dazugehörigen Tragik in der Zukunft !!!

Rezension von Antje Ippensen, Mannheim:
"... fesselnd und spannend, prägnante Wortwahl ... sorgte für schlaflose Nächte ... stellenweise nichts für schwache Nerven ... statt einer erschreckenden Technisierung steht hier der Mensch im Mittelpunkt ... diese wasserkopfreduzierte Regierungsform ist mehr als eine Überlegung wert ... über 400 Seiten sind heute ein Wagnis, doch nach dem Vorwort, das man tatsächlich lesen muß, flachte der Spannungsbogen bis zur letzten Seite nicht ab ... ein Abenteuer, das man hautnah miterlebt und miterleidet ... die Story ist tragisch und düster, manche Gewaltszene ist drastisch ins Bild gesetzt, aber stimmig und niemals Selbstzweck ... manches erinnert stark an George Orwells "1984" - Stück für Stück kommen beklemmende Wahrheiten über den Machtmißbrauch ans Licht ... auf ein 08/15-Happy-End darf man nicht gefaßt sein, und eben das macht das Buch zu einem bis zur letzten Seite gelungenen Roman ...

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