VirPriV Verlag


Monika Wunderlich

www.virpriv.de

HERZLICH WILLKOMMEN !

Der Debüt-Roman von Stefan Melneczuk - "MARTERPFAHL -- Sommer der Indianer" ist seit 1. November 2007 lieferbar und mußte bereits nach drei Wochen nachgedruckt werden.

Über den Verlag kann auch NOCTURNO - Das Magazin für dunkle Phantastik bezogen werden. Weiteres ergibt sich aus dem Verlagsprogramm.

Bücher können per Online-Formular bestellt werden - enthalten bereits die gesetzliche Umsatzsteuer und sind für Privatpersonen in Deutschland
VERSANDKOSTENFREI.

Ab sofort können auch preisgünstige Lektoratsarbeiten für Kurzgeschichten, Erzählungen und Romane in Manuskriptform, die VirPriV nicht publiziert, vermittelt werden.

Ihre Monika Wunderlich

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Autoren-Merkblatt

für Kurzgeschichten, Erzählungen, Romane (© VirPriV-Verlag)

Leider glauben viele Autoren, daß diese Formalien zweitrangig sind – sie sind es nicht

Das Manuskript einer Kurzgeschichte muß immer – wie auch eine Romanvorlage – als Norm- oder auch Manuskriptseiten – einseitig ausgedruckt verschickt werden:

30 Zeilen pro Seite / ca. 60 Zeichen (mit Leerzeichen!) pro Zeile bei 1,5 Zeilenabstand, Schrift (beispielsweise) Times New Roman 12

selbstverständlich niemals Handgeschriebenes:

Kurzgeschichten – so kurz wie möglich, so lang wie nötig.

Eine Kurzgeschichte ist eine Geschichte, an der man sehr lange arbeiten muß, um sie so kurz und so gut wie möglich zu machen.

Jedes Wort zuviel ist zuviel – also werden alle Füllwörter und Füllsätze gestrichen.

In der Kurzgeschichte, aber auch in Romanen, wird der Stil durch das Weglassen von Unwesentlichem geprägt.

Die fünf großen „w“ sind nicht nur für Journalisten gültig: wer, was, wann, wo, warum.

Die Substanz der Geschichte (der Konflikt) muß in einem Satz ausgedrückt werden können, die Geschichte ist nur dann gut, wenn sich die Handlung in wenigen Sätzen zusammenfassen läßt.

Schon der Anfang einer Erzählung muß fesseln, die Spannung sollte möglichst mit dem ersten Satz beginnen, also: ein Ereignis ankündigen, eine Erwartung schaffen, den Leser zum Weiterlesen verführen.

Überflüssiges streichen. Was weder die Handlung vorwärts treibt noch die Geschichte würzt, ist überflüssig, es wird gestrichen – und zwar gnadenlos – und das nicht nur bei Kurzgeschichten, auch bei Erzählungen und Romanen, wo der Autor zu häufig ins Schwafeln gerät.

Immer so straff und dicht wie nur möglich schreiben. Wenn sechs Seiten (und das sind immer Manuskriptseiten) verlangt werden, in der Erstfassung wenigstens sieben Seiten schreiben, dann müssen die Füllwörter, Füllsätze und Wiederholungen herausgestrichen werden, um auf die erforderlichen sechs Seiten zu kommen, die dann abgeschickt werden können.

Wenn maximal acht Seiten für eine Anthologie ausgeschrieben sind, nicht neun Seiten einsenden. Verlage erhalten für Anthologieausschreibungen oft weit über 200 Texte. Autoren, die sich nicht nach den Ausschreibungsregeln richten haben selbst mit der besten Geschichte keine Chance, es wird oft noch nicht mal angelesen.


Keine ewigen Beschreibungen (von Menschen, Häusern, Landschaften und so weiter), wenn es die Geschichte nicht erfordert, sondern ein einziges Charakteristikum sorgsam ausgewählt kann schon ausreichen. Keine langen Gedankenmonologe oder Erklärungsversuche „was der Autor meint“.

Recherchen, die Wochen und Monate dauern können, sind notwendig, wenn man über Dinge schreiben will (oder muß), die man nur flüchtig oder vom Hörensagen kennt. Ein Mediziner kann zum Beispiel nicht – ohne Fachbücher zu studieren – Gespräche führen und seinen Protagonisten Rinderfarmen leiten lassen, oder umgekehrt.

Statt Substantive mehr Verben (nicht: im Besitz sein, sondern: besitzen), und nicht zu viele Adjektive verwenden. Adjektive sind nur dann richtig, wenn auch das Gegenteil einen Sinn ergibt: echter Schmuck – unechter Schmuck. Es gibt aber keinen echten (unechten) Sommer ... außer – sehr sparsam – in der wörtlichen Rede, in gedachten Monologen ...

Schachtelsätze/Bandwurmsätze, Wiederholungen, Ausrufezeichen und Modewörter vermeiden.

Unterscheiden Sie zwischen Trenn- Binde- und Gedankenstrichen.

In wörtlichen Reden muß erkennbar sein, wer was fragt/antwortet – die Personen bekommen also jeweils eine neue Zeile.

Setzen Sie diese ... drei Punkte richtig, keinesfalls wahllos, lesen Sie im Duden nach ...

Sparsam mit Fremdwörtern umgehen – ausgenommen, sie sind fest eingebürgert, verständlich und nicht durch deutsche Wörter zu ersetzen.

Keine abgenutzten Redensarten verwenden (vom Regen in die Traufe kommen/ kapitaler Hirsch ...)

Im Text (dem Leser) Fragen zu stellen ist nicht sinnvoll, wörtliche Rede und gedachte, sparsame Monologe natürlich ausgenommen.

Die Zahlen eins bis zwölf werden ausgeschrieben, ausgenommen beispielsweise Uhrzeiten.

Keine Abkürzungen im Manuskript (usw., km, kg, ca., qm ...) – alles wird ausgeschrieben.

Nicht verkrampft nach Wörtern suchen. Es gibt nur eine deutsche Sprache, und man sollte sich nicht allzu weit vom Sprechdeutsch entfernen, nicht gewollt originell schreiben. Den Text immer wieder sich selbst laut vorlesen, überarbeiten, bis er Ihnen hundertprozentig gefällt.

In der Hausbibliothek stehen außer Duden, Fremdwörterlexikon und diversen Nachschlagewerken mindestens zwei Synonyme-Bücher.


Hände weg von sittenwidrigen Verkäufen Ihres geistigen Eigentums an „gewisse Verlage“


Bevor ein Manuskript auf den Weg gebracht wird:

jeder Computer hat ein Rechtschreibprogramm – alte oder neue Rechtschreibung, keine handschriftlichen Ergänzungen im Manuskript,

  • Titelung nicht vergessen (nicht den Titel der Anthologie-Ausschreibung verwenden),

  • Seitenzahlen nicht vergessen, Seiten lose in Mappe/Hülle legen, nicht in Ordnern abheften,

  • das Anschreiben ist höflich, kurz und bündig – ohne Lobhudelei, ohne persönliche Bemerkungen, ohne Manuskripterklärungen. Eventuelle Empfehlungen (anderer Autor, anderer Verlag) mit einem Satz erwähnen, nicht ausschweifig erklären.

  • Die Vita ist sachlich (nicht bei Adam und Eva beginnen), maximal eine Seite: wann geboren, eventuell der Beruf, ob, wo und wann bereits veröffentlicht wurde. „Zahlreiche Beiträge in Literaturzeitschriften“ reicht, keine langatmigen Aufzählungen. Bei Buchveröffentlichungen: wann und wo. Wenn ein Verlag mehr wissen möchte, wird nachgefragt. Oft werden nur fünf bis sechs Zeilen Vita gewünscht, dann auch nicht mehr schreiben. Lobhudeleien haben nichts in einer Vita zu suchen.

  • Wenn ein Ansprechpartner namentlich bekannt ist, er sogar im Adreßfeld vermerkt wurde, dann sollte man ihn auch ansprechen und nicht „Sehr geehrte Damen und Herren“ oder „Hallo“, Hi Verlag“ schreiben – Ihr Anschreiben ist schließlich Ihre Visitenkarte.

  • Ausreichend Rückporto nicht vergessen – entweder für eine komplette Rücksendung oder lediglich ein Antwortschreiben.

  • Für Roman-Manuskripte wird außerdem das Genre (Krimi, Mystik, Jugendbuch ...) angegeben und ein Inhaltsverzeichnis beigelegt. Auch hier kurz fassen, nur den Inhalt sachlich auf einer Seite wiedergeben ohne persönliche Anmerkungen,

  • die Anzahl der Manuskriptseiten des vollständigen Romans vermerken, oder die Anschläge einschließlich Leerzeichen.

  • Vor allen Dingen: Immer erst fragen, ob und was der Verlag zur Beurteilung haben möchte.


Anmerkung: Nur Disketten/CDs schicken, wenn es ausdrücklich gewünscht wird.

Nicht ohne nachzufragen per E-Mail Stories zusenden, sie werden ungelesen gelöscht – nicht nur wegen Virusgefahr. Lektoren lesen fast nie am Bildschirm, sondern sie sitzen bequem, studieren die Manuskripte mit einem Stift in der Hand, trinken Kaffee ... Es werden auch keine Texte von Autoren-HPs heruntergeladen. Autoren sollten die Wünsche der Verlage respektieren und nur das schicken, was angefordert wird.

Autoren schreiben nicht nur, sondern lesen, lesen, lesen – Werke bekannter und unbekannter Autoren.

Und, so bitter es klingt: Familienangehörige, Freunde und Bekannte sind keine objektiven Kritiker. Das können sie nicht sein, denn sie mögen den Poeten, lesen seine Geschichten mit anderen Augen, wollen ihn nicht verbessern, entmutigen oder gar verletzen.

 

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